Evidenzbasierte Kommunikation von Hülsenfrüchten

Entstehung dieser evidenzbasierten Kommunikation durch qualitative Konsumenteninterviews, Stakeholder-Analysen entlang der Wertschöpfungskette sowie Gespräche mit Expertinnen und Experten aus dem Detailhandel, Labels und Verarbeitung. Mit diesen Folien möchten wir die Kernbotschaft (Kommunikationspyramide) zu Hülsenfrüchten für weitere Kommunikation zur Verfügung stellen.

Kommunikationspyramide

Kernbotschaft


Unterstützende Argumente


Themen
Fakten

Kommunikationspyramide

Themen / Fakten:

  • Anbau: Vorteile des Anbaus in der Schweiz
  • Verarbeitung: Verlängerung der Haltbarkeit und Vereinfachung der Zubereitung
  • Vertrieb: Kernbotschaft und unterstützende Argumente
  • Konsum: Kernbotschaft und unterstützende Argumente

Unterstützende Argumente:

Werden in der Schweiz angebaut, sind gesund und haltbar, können den täglichen Proteinbedarf decken und lassen sich über das ganze Jahr zu schmackhaften Gerichten kombinieren.

Kernbotschaft:

Was unsere
Stakeholder sagen

  1. Der USP ‚haltbare Proteinquelle‘
    ist das Alleinstellungsmerkmal von Hülsenfrüchten. Allerdings nicht nur von solchen aus Schweizer Produktion.
  2. Die Schweizer Herkunft vermittelt die Themen Regionalität und Qualität unausgesprochen und erlaubt einen höheren Endpreis.
  1. Die Labels Bio Suisse, IP-Suisse und Suisse Garantie, sowie das Logo des Vereins Schweizer Hülsenfrüchte stehen für Schweizer Herkunft und sind deshalb sinnvolle Multiplikatoren. 
  2. Ein klar belegter und für Konsumierende spürbarer Mehrwert wird von allen Beteiligten geschätzt und gerne angenommen.

Die Nachfrage entsteht im Regal

Konsument:innen kaufen in der Schweiz überwiegend im Detailhandel ein, und die Nachfrage entsteht direkt am Regal. Oft wird ohne konkrete Einkaufsliste eingekauft, wodurch die Produktauswahl stark durch das Angebot vor Ort beeinflusst wird. Der Detailhandel ist daher der wichtigste Absatz- und Kommunikationskanal, gefolgt von Labels, die als Vertrauens- und Orientierungsgeber wirken.

Wichtig im Laden sind: Clusterbildung im Regal, sichtbare Proteinkommunikation, ansprechende Verpackung sowie Promotionswochen. Hülsenfrüchte treffen ein zentrales Ernährungsbedürfnis. Folgende Faktoren sind für den Kauf am Regal entscheidend:

Haltbar

Kann problemlos zu Hause gelagert und bei Bedarf verwendet werden.

Gesund

Tut gut resp. schadet nicht.

Kombinierbar & schmackhaft

Ermöglicht abwechslungsreiche Gerichte, die gerne gegessen werden.

Proteinreich

Entspricht dem anhaltenden Trend zu proteinreichen Lebensmitteln.

Regional

Aus der Schweiz reicht als Herkunftsangabe aus.

Wer trotzdem ein paar zusätzliche Argumente braucht:

Hülsenfrüchte sind gesund

  • Hülsenfrüchte haben einen niedrigen glykämischen Index. Das heisst, dass der Blutzuckerspiegel nur langsam steigt – dadurch ist man länger satt und der Energiespiegel bleibt konstanter.
  • Nahrungsfasern (Ballaststoffe) sind langkettige Kohlenhydrate. Sie machen bis zu knapp 20% von Hülsenfrüchten aus. Schweizer:innen konsumieren 2/3 der empfohlenen Menge – Hülsenfrüchte können also Abhilfe schaffen.
  • Sie liefern Kalzium, Eisen und Magnesium – teils mehr als Fleisch oder Milchprodukte *siehe Tabelle. Der Tagesbedarf von Magnesium liegt bei 300-350mg: mit 200g gekochten Bohnen (100mg) oder Sojabohnen (150mg) deckst du also bereits 25-45% deines Bedarfs.
  • Hülsenfrüchte liefern Folsäure und weitere B-Vitamine, welche wichtig für den Energiestoffwechsel sind.
LebensmittelKalzium
Bohnen130 mg
Kichererbsen120 mg
Sojabohnen200 mg
Milch (Vergleich)120 mg
LebensmittelEisen
Gekochte Linsen2.5 mg
Rindshack3 mg

Hülsenfrüchte sind haltbare Proteine

  • Hülsenfrüchte bestehen zu rund 25% aus Eiweiss, Sojabohnen sogar über 40%.
  • Sojabohnen liefern alle essenziellen Aminosäuren. Das macht sie zu Eiweiss-Superstars.
  • Die biologische Wertigkeit kann zusätzlich gesteigert werden durch die Kombination von Hülsenfrüchten mit Getreide, z.B. Hummus mit Pitabrot.
  • Im Vergleich zum Filet können trockene Hülsenfrüchte gut gelagert werden und stellen dadurch eine stetig zu Hause verfügbare Proteinressource dar.

Hülsenfrüchte sind vielseitig

  • Arten und Sorten (über 18000 weltweit): Ackerbohnen, Bohnen, Erbsen, Kichererbsen, Linsen, Lupinen, Sojabohnen, Mungbohnen, Adzukibohnen, Augenbohnen, Borlottibohnen, Feuerbohnen, Limabohnen…
  • Frisch, getrocknet und verarbeitet: Tofu, Tempeh, Hummus, Sojasprossen, Falafel, Sojamilch, Kefen, Miso, Edamame, Okara, Aqua Faba…
  • Traditionell und modern: Erbsensuppe, Bündner Gerstensuppe, Minestrone, Dal, Frijoles, Mochi…

Schweizer Herkunft?

  • Hülsenfrüchte binden mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft und verbessern so die Bodenfruchtbarkeit. Dadurch kann der Bedarf an mineralischem Dünger reduziert werden.
  • Zudem lockern sie durch ihr Wurzelsystem den Boden auf und fördern die Bodenstruktur.
  • Nicht zuletzt tragen sie zur Biodiversität bei und machen Anbausysteme insgesamt widerstandsfähiger.